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Camp Styria / Camp Styria 2003

Das vom GGWC nun bereits zum 3. Mal veranstaltete Camp Styria hat uns wieder zu einem idyllischen Plätzchen unter der Burg Rabenstein im Gemeindegebiet Frohnleiten geführt. Bei der Mostschenke Prietl konnten wir unsere Zelte am ehemaligen Turnierplatz der Burg aufbauen. Der Platz beginnt an einer Seite bei einem Berg und wird von einer umlaufenden Mauer umschlossen, sodass das Lager von außen praktisch nicht erkennbar war.
Die Vorbereitungen begannen bereits vor 2 Jahren und haben sich bis zum Veranstaltungstermin extrem intensiviert. Ich möchte mich an dieser Stelle für die sehr gute Unterstützung und aktive Mitarbeit bei unseren Club Mitgliedern bedanken. Die Hauptorganisatoren waren: Walter Friedrich, Horst Malner und ich (Dietmar Heger).
Guther Hohensinner und sein Team sorgten für die permanente Versorgung mit Getränken und für das Frühstück. Sie haben praktisch ein 4 ½ Tage Fest durchgestanden.
Alle unsere Ordner waren im Einsatz vorbildlich und haben bestens mit Warnwesten und Kellen ausgerüstet die Konvois geleitet. Hervorheben möchte ich Walter Auner im Haflinger sowie Manfred Reichenhauser und Adi Barger als Kradfahrer, die alle Teilnehmer als unerschrockene Konvoidirigenten bewundert haben. Ebenso Rene Kormann als Lumpensammler und Oliver Sacherer als mein persönlicher Abschleppdienst. Auch die unscheinbaren Dinge wie Müllentsorgung, Tische abwischen und WC Papier nachfüllen und so vieles mehr haben bestens funktioniert.
Unsere Teilnehmer bekommen auch ein sehr dickes Lob ausgesprochen. Sie waren alle ausnahmslos sehr diszipliniert, sodass der Terminplan pünktlichst eingehalten werden konnte. Nur mit solchen Gästen kann eine Veranstaltung gut ablaufen.
Wir hatten bei diesem Camp Styria:
170 Teilnehmer (davon 22 Kinder) aus Österreich, Deutschland, Italien und USA.
Es nahmen 117 militärische Fahrzeuge (davon 6 Motorräder) an der Veranstaltung teil.
Im Camp habe ich 27 militärische Zelte vom kleinen Iglu bis zum Großraumzelt gezählt.
Die Nichtmilitärischen mit Tarnnetz wurden nicht gezählt, eventuell werden sie bis zu den nächsten Treffen ja sowieso durch geeignete Zelte ersetzt.
Die gebotene Infrastruktur bestand aus :
1 Versorgungszelt mit dem Casino und Ergänzungscontainer.
2 Aufenthaltszelte für zu starken Sonnenschein bzw Regen.
2 Feldküchen
1 Duschabteilung mit 3 Feldduschen und 6 Waschgelegenheiten.
1 eigene Wasserversorgung mit 10 000 lt Wasser am Anhänger und Hauswasserwerk allerdings noch ohne Warmwasseraufbereitung.
2 festen WC und 6 mobilen WC Anlagen.
1 Lagerbewachung mit 3 Soldaten, die permanent Wache schoben und Gunther im Einsatz sogar noch übertrafen. (Einsatz von Mittwoch 12:00 bis So 13:00 Uhr).
Aufstellung der Fahrzeuge:
1 Zündapp KS750 Beiwagengespann
1 BMW R75 Beiwagengespann
1 VW Kübelwagen Typ 82
2 VW Schwimmwagen Typ 166
1 BMW 325 Stöber
1 VW Doka T2
1 VW LD
2 MUTT M151A2
34 Jeep MB, M38, C35, Kaiser
9 Ford GPW
17 Dodge WC 51, 52, 53, 54, 56, 57, 63, Staff Car D19, M37, M43B1
7 GMC CCKW 352, 353
2 White Scout Car M3A1
1 Chevrolet Werkstattwagen
1 High Speed Tractor M4 (Artilleriezugmaschine)
1 AM General M820 A2
2 Chevrolet G-7107
1 Chevrolet Military Blazer M 1009
1 Hummer
1 REO M54A2
1 KTM KRAD250
1 Puch MCH 250
2 Puch Ranger TM50-4
11 Haflinger 700 AP, 700 AP/2
7 Pinzgauer 710K, 712M
2 Puch G
1 Gräf + Stift 6x6
1 ÖAF 320G1 (S-LKW)
2 Steyr 680 M3
1 Volvo TP21
1 Peugeot P4
viele Anhänger bis zum Tieflader
Begonnen wurde das Treffen am Sonntag zuvor mit dem Aufbau des Lagers und der Infrastruktur. Trotz starkem Regen haben sich 19 Clubmitglieder eingefunden. Es wurden dann die Schleusen geschlossen und wir konnten bei Sonnenschein aufbauen und unser Werk mit einer gemeinsamen Jause abschließen.
Am Mittwoch reiste bereits ein Großteil der Teilnehmer an und machte sich einen gemütlichen Abend. Am Donnerstag, den 19.6.03 gab es das Mittagessen aus der Gulaschkanone, welche von Horst bedient wurde und um 13:00 Uhr führten wir die offizielle Eröffnung durch.
Die von Franz Haas und Fredi Jantscher angeführte Ausfahrt brachte uns auf die Gleinalm auf 1590 m. Es haben 57 Fahrzeuge und 3 Motorräder teilgenommen. Wir hatten 3 Ausfälle wobei 1 Jeep unterwegs zumindest teilweise repariert werden konnte. Die Rückfahrt wurde etwas schnell durchgeführt, da es auf der Alm kalt war und die Teilnehmer Durst hatten. Am Abend kredenzten wir ein steirisches Buffett (von der Mostschenke Prietl ausgerichtet).
Am Freitag, den 20.6.03 wurde um 05:50 zum Wecken geblasen. Unsere Trompeter August und Helmut spielten uns sehr gefühlvoll in den Tag. Um 07:00 fuhr der Konvoi ab und wurde in Gratwein von der Polizei übernommen und durch Graz geführt. Es begleiteten uns 4 Motorradstreifen, welche die Ampeln so steuerten, dass alle Fahrzeuge zügig durch Graz kamen.
Um 8:30 trafen wir in der Kaserne Fliegerhorst Nittner Graz-Thalerhof ein. Wir wurden vom Kasernkommandanten Hr. Obstlt. Skerget empfangen und im Lehrsaal über die Aufgaben der Österreichischen Luftwaffe und Luftsicherung unterwiesen. Mit 2 Videos wurde der Vortrag abgerundet.
Nach einem kurzen Ständchen unserer Trompeter marschierten wir weiter auf das Flugfeld. Dort waren 2 SAAB Draken 35 OE und 1 SAAB 105 OE für uns abgestellt worden. Beim ersten Draken machten wir mit 3 Fahrzeugen und allen Teilnehmern ein Gruppenfoto. Hr. Vzlt. Reinisch erklärte dann die SAAB 105 und Hr. Hptm. Sandhofer (Pilot Draken) und Hr. Vzlt. Ganzaner (Wartung) den Draken und die dazugehörige Ausrüstung und Bewaffnung.
Der Vortrag von Hrn. Hptm. Sandhofer war sehr mitreißend und beeindruckend und man merkt ihm an, dass er mit Leib und Seele Pilot ist. Er nahm den Flügel des Draken als Podium und einige Frauen waren von seinem Auftreten besonders hingerissen. Hr. Hptm. Kriebitz (Pilot Draken) ermöglichte es uns mit einem ehemaligen Schulungsflugzeug des Heeres, einer SAAB Saphier, Rundflüge vom Flugplatz aus mitzumachen. Einige Teilnehmer haben diese Möglichkeit wahrgenommen, als besondere Einlage wurde sogar ein Kunstflugprogramm gezeigt.
Um 10:30 kam dann eine 2er Rotte Draken auf ihrem Überwachungsflug zum Flughafen und flog mit etwa 600 km/h in einer Kurve über das Gebiet. Wir nahmen um 11:30 das Mittagessen im Speisesaal ein und verließen nach einer kurzen Ruhepause die Kaserne in Richtung Österreichisches Flugzeugmuseum. Ein besondere Dank gilt dem Österreichischen Bundesheer und seinen Luftstreitkräften vertreten durch Hr. Obstlt Skerget und seinen an diesem Tag beteiligten Mitarbeitern.
Im Flugzeugmuseum empfing uns Hr. Oberst i.R. Wagner, der Leiter des Museums. Wir konnten einige sehr schöne Flugzeuge, Motore und Uniformen besichtigen und erhielten durch 4 Führer einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Luftfahrt. Unsere Reise führte uns weiter zum Puch Museum. Unser Kradfahrer erwiesen sich als bestens geeignet, eine Kolonne effizient zu leiten, auch wenn keine Polizei unterstützend tätig ist. Wir haben schon Anfragen von befreundeten Clubs bekommen, ob wir nicht unsere Ordnergruppe verleihen könnten.
Im Puch Museum unter der Leitung von Hr. Ratkolb konnten wir dann wunderschöne Exponate aus dem Hause Puch besichtigen. Vom Fahrrad über die Motorräder, den Alpenwagen bis zu den Puch 500, Haflinger, Pinzgauer und G. Mitglieder unseres Clubs haben unter anderem eine Militärecke gestaltet, die ständig erweitert wird. In aufgelöster Formation traten wir dann die Heimreise an.
Um 19:00 Uhr gab es unser traditionelles Schwein am offenen Grill ausgerichtet von der Buschenschank Fedl mit Kraut und Knödel. An der Ausfahrt nahmen 58 Fahrzeuge und 130 Teilnehmer teil. Wir hatten 1 Jeep als Ausfall und einige Teilnehmer, die in der Früh das Lager aus eigener Kraft nicht verlassen konnten, einen Ruhetag einlegten und die Campbewachung verstärkten.
Am Samstag, den 21.6.03 wurde der Tag gemütlicher angegangen. Wir fuhren um 09:30 in Richtung Hauptplatz Frohnleiten und unsere Fahrzeuge wurden nach Type sortiert abgestellt. Hr. Karlberger übernahm die einzelne Vorstellung der Fahrzeuge beim Einfahren. Der Anblick war recht imposant und für die Besucher sehr interessant. Wir nahmen in den umliegenden Gasthäusern unser Mittagessen ein und fuhren dann weiter zur Badl Galerie und den ehemaligen Bunkeranlagen der Sperre Badl mit den 2 fest eingebauten ehemals getarnten Centurio Panzerkuppeln.
Am Nachmittag wurde im Lager der Wettbewerb durchgeführt. Es wurde durch Luftdruckgewehrschießen und Handgranatenzielwerfen ein Sieger ermittelt, der am Abend geehrt wurde. Unser diesjähriger Sieger heißt Franz Haas und hat ein Wochenende in Frohnleiten gewonnen.
Am Abend gab es steirische Grillhühner und der Abend endete sanft mit einem großen Lagerfeuer zur Sommersonnenwende. An der Ausfahrt nahmen 78 Fahrzeuge teil und es gab keinen Ausfall, da ich meinen Jeep im Lager gelassen hatte.
Am Sonntag, den 22.6.03 wurde die Veranstaltung um 10:00 Uhr beendet. Es haben uns beim Abbau des Lagers gesamt 25 Clubmitglieder tatkräftig unterstützt, sodass um 14:30 das Lager geräumt war und wir geschlossen zum Essen gefahren sind.
Das Wetter war während dieser Veranstaltung auch genau richtig. Es war weder zu heiß noch hat es zum falschen Zeitpunkt geregnet. Auch dafür möchte ich an höhere Stelle meinen Dank richten.
Alles in allem war das 3rd Camp Styria aus meiner Sicht eine gelungene Veranstaltung nicht zuletzt durch die Mitwirkung aller Hilfskräfte vom GGWC und den tollen Gästen mit ihren sehr schönen Fahrzeugen. Denn ohne Teilnehmer kann auch das beste Treffen kein Erfolg werden. Das es allen gefallen hat entnahm ich aus vielen Gesprächen, speziell aber aus den Dankworten von Hr. Karlberger: „Das einzige, dass fehlte war der Rasierspiegel bei den Waschgelegenheiten, und selbst der war kurz nach dieser Äußerung auf einmal vor Ort.“
Zuletzt möchte ich mich noch bei allen Sponsoren herzlichst bedanken. Besonders beim Land Steiermark und bei der Stadt Frohnleiten für die gewährte Unterstützung.
Wenn es euch gefallen hat, kommt zum nächsten Camp Styria einfach wieder.

Danke an alle,
Dietmar Heger


zuletzt geändert am 13.08.2012 um 20:16