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Pinzgauertreffen
26.05.2005
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Camp Styria / Camp Styria 2006

Erstmalig ist es dem Grazer Geländewagenclub gelungen, ein Treffen historischer Militärfahrzeuge auf dem Garnisonsübungsplatz PÖLS in der Steiermark abzuhalten. Dies ist die Folge von jahrelanger enger Zusammenarbeit des GGWC mit dem ÖBH bei zahlreichen Veranstaltungen, wie Leistungsschauen des ÖBH  und bei diversen Festakten, bei denen der GGWC gerne historische Militärfahrzeuge bereitgestellt hat.
Unser besonderer Dank gebührt daher den Verantwortlichen des Österreichischen Bundesheeres, allen voran dem Militärkommandanten für die Steiermark Hrn. Gen. Maj. Mag. Winkelmayr, Hrn. Obstlt. Wabnegg und dem Kommandanten des GÜPL PÖLS Hrn. Vzlt. Payer.
Auch möchten wir dem Landesrat und Bürgemeister von Zwaring-Pöls, Hrn. Ernst Gödl, für seine Unterstützung danken.
Unser Lager haben wir auf einer 3 ha großen Fläche, umgeben von der Kainach, einem Entlastungsgerinne und Teichen, abgeschirmt von Bäumen und Sträuchern, mit einer einzigen Zufahrt versehen, aufgeschlagen.
Ein direkter Weg hat auf den Übungsplatz geführt. Das Lager war durch die Lage voll getarnt, von außen nicht einsehbar und nur durch die Beschilderung auffindbar. Dadurch hat sich eine wunderbare Atmosphäre ergeben.
Zu diesem 4. Camp Styria sind gesamt 250 Teilnehmer (davon 50 Kinder) mit 145 historischen Militärfahrzeugen angereist. (Zusätzlich gab es noch viele Tieflader, Transporter und Anhänger, auf denen ein Teil der Geräte angeliefert wurde. Auch für diese Fahrzeuge gab es genügend Parkmöglichkeit, da der GÜPL eine Gesamtfläche von etwa 44 ha aufweist.
Unsere Teilnehmer kamen aus Italien, Schweiz, Deutschland, Belgien und Österreich.
Bei den Fahrzeugen war ein sehr breites Spektrum vertreten.
Neben dem Jeep MB, allen Varianten Dodge, GMC, Mutt, Haflinger, Pinzgauer, Husar, Kübelwagen, Schwimmwagen, BMW und Zündapp Beiwagenmaschinen, KTM 250, M35, Movac, Puch G, Steyr 680, Iltis, Jagdwagen, S-LKW mit Tieflader, usw, usw, waren auch zahlreiche Ketten-, Halbketten- und gepanzerte Radfahrzeuge vertreten.
Ein M24 Kampfpanzer, der in 9-jähriger mühevoller Arbeit von einem Beschussobjekt zu einem funktionsfähigen Fahrzeug restauriert wurde, drei M4 Artillerieschlepper in wunderbarem Zustand und ein amerikanisches Halbkettenfahrzeug wurden auf der Panzerstraße neben den genannten Radfahrzeugen ausreichend getestet.
Im Camp konnten wir mit 4 Großzelten aufwarten, in denen das Casino und die Bereiche für Schlechtwetter untergebracht waren. Wir hatten 2 Zelte für Waschmöglichkeit und Kaltwasserduschen und konnten im GÜPL Kommandogebäude die Warmwasserduschen nutzen.
Unsere Casinomannschaft hat sehr fleißig gearbeitet und dadurch wesentlich zum Gelingen beigetragen. Auch wurde es uns ermöglicht, an der Panzerwaschstraße unsere Fahrzeuge vor Verlassen des GÜPL zu reinigen.  Hr. Vzlt Payer hat uns auch in diesem Punkt sehr unterstützt.
Unsere Clubmitglieder des GGWC waren immer zahlreich dabei. Ob beim Aufbauen des Lagers, bei der Abwicklung der Veranstaltung, der Ausfahrt als Ordner oder beim Abbauen, alle waren immer da. Das gesamte Lager wurde am Sonntag innerhalb von 4 Stunden komplett abgebrochen und der GÜPL wieder an das BH übergeben. Dafür bedanke ich mich auch im Namen von Walter.
Wir hatten während der Veranstaltung unwahrscheinliches Glück mit dem Wetter. Am Anreisetag am Mittwoch hatte es in Strömen geregnet, dann war es trocken aber nicht zu heiß und erst am Sonntag nach dem Abbau hat es erneut zu regnen begonnen.
Am Freitag Nachmittag wurde durch die Polizeieinheit COBRA, das Bundesheer, die Feuerwehr, das Rote Kreuz und unsere Fahrzeuge ein Tag der offenen Tür am GÜPL PÖLS  veranstaltet. Es konnten sich zahlreiche Besucher das gesamte Ambiente ansehen und sich bezaubern lassen.
Musikalisch haben wir das Treffen bei einer Flaggenparade mit der Bundeshymne, vorgetragen durch meinen Sohn Daniel am Saxophon, begonnen und beendet. Am Samstag wurde mit 2 Trompetern um 06:00 zum Wecken für die Ausfahrt geblasen.
Die Ausfahrt führte uns über Kitzeck in die Erzherzog Johann Kaserne nach Straß. Dort ist das Jägerbataillon 17 untergebracht. Hr. Hptm. Mafianer hat uns in der Kaserne begrüßt, in die wir mit 75 Fahrzeugen und 170 Personen (Erwachsene und Kinder) unter Klängen steirischer Militärmusik eingefahren sind. Wir bekamen die Gelegenheit den Radpanzer Pandur, Granatwerfer, einen T34 und das Truppenmuseum Straß zu besichtigen. Anschließend haben wir an der Truppenverpflegung teilgenommen.
In Straß befindet sich das ab 1583 erbaute Stammschloss der bedeutenden steirischen Adelsfamilie der Eggenberger. 1852 verkaufte Graf Karl Attems das Schloss an das Militär, das das Schloss als Militärerziehungsanstalt und Militärschule und dann als Kaserne nutzte. Heute ist hier die Erzherzog Johann-Kaserne des Österreichischen Bundesheeres untergebracht.
Während des Besuches der Kaserne haben wir einen Offizier zum Standesamt gebracht und wünschen ihm und seiner Frau nochmals alles Gute für die Zukunft. Der Bräutigam wurde mit meinem Jeep, vier Kradfahrern auf KTM und einem Dodge standesgemäß unter Militärmusikklängen nach Ehrenhausen geleitet.
Um 14:00 Uhr rückten wir aus der Kaserne ab und fuhren nach Aflenz bei Wagna. Dort wurden wir vom Altbürgermeister Hrn. Trampusch und GR Hrn. Stradner und weiteren Führern erwartet.  Wir fuhren mit der gesamten Kolonne in den Steinbruch ein und konnten unsere Fahrzeuge im Stollen abstellen. Hr. Trampusch hat uns von der wunderbaren Akustik überzeugt und danach einiges über die wechselhafte Geschichte des Bergwerkes erzählt.
Der seit 2000 Jahren bestehende Kalksteinbruch ist der älteste noch aktive Steinbruch in Österreich. Zahlreiche Bauten in Wien, Graz und Salzburg sind mit dem Aflenzer Stein gebaut worden. Als die Alliierten ab dem Jahre 1943 mit Bombenangriffen auf Städte und Industrieanlagen begannen, wurde nach bombensicheren Stollen für die Rüstungsindustrie gesucht.
Im Februar 1944 wurde in den Höhlen eine Produktion für Panzer und Flugzeugmotoren begonnen. Zur Durchführung der Schwerstarbeiten wurde ein Nebenlager vom KZ Mauthausen errichtet. Der Bevölkerung wurde die Todesstrafe angedroht, wenn sie über das Projekt redet oder Kontakt zu KZ Häftlingen herstellen sollte. Zwischen dem Februar 1944 und dem April 1945 gab es nur im KZ Aflenz über 600 Todesfälle unter den Häftlingen.
Nach der Besichtigung sind wir zurück in das Lager gefahren.
Im Lager hatten wir erstmals eine Feldpost, betrieben von Carl Adolf Zupan, installiert. Zahlreiche Briefe wurden abgegeben und zum Versand gebracht.
Die Verpflegung war an allen Tagen ausreichend und pünktlich zur Stelle und ging über Gulaschkanonenfutter, steirischer Jause, Grillhühnern, Militärverpflegung aus der Kochkiste, Truppenverpflegung in der Kaserne bis zur Grillstelze. Natürlich kamen täglich frische Semmeln zum Frühstück.
Ein besonderer Dank ergeht an unsere Teilnehmer, die für eine gelungene und sehr diszipliniert abgelaufene Veranstaltung mitgesorgt haben.
Wir werden versuchen im Jahr 2010 eine ähnliche Veranstaltung abzuhalten.
Bitte übermittelt mir wenn ihr wollt Reaktionen, Wünsche, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu diesem Treffen. (E-mail an Dietmar Heger).

Nochmals vielen Dank von Walter und Dietmar.


zuletzt geändert am 13.08.2012 um 20:17