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GGWC Herbstausfahrt
24.11.2012
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Office / GGWC Trial Reglement

GGWC-trial-Reglement


1.Definition


Geländewagentrials sind Geschicklichkeitsprüfungen für vierradgetriebene Geländewagen auf einer abgesperrten Strecke.
Oberstes Ziel ist Material- und Geländeschonung. Die Geschicklichkeitsprüfungen haben den Zweck der Erprobung im Umgang mit Geländewagen und sind von hohem verkehrserzieherischem Wert.


2. Teilnahmeberechtigte Personen


Sämtliche Fahrer müssen einen gültigen Führerschein der Klasse B vorweisen können. Beifahrer müs-sen mindestens das 12. Lebensjahr vollendet haben. Ein Erziehungsberechtigter hat in diesem Falle den Haftungsausschluss zu unterzeichnen und damit die Haftung für das Kind zu übernehmen. Eine Teilnahme von Fahrern oder Beifahrern unter Einfluss von Alkohol, Rauschmittel oder Medikamenten ist verboten. Vor der Veranstaltung hat jeder Teilnehmer (Fahrer und Beifahrer) die Nennung mit dem Haftungsausschluss zu unterzeichnen.

 

3. Teilnahmeberechtigte Fahrzeuge


- Kraftfahrzeuge bis 3.500kg Gesamtgewicht mit Allradantrieb, welche zum Befahren von un-wegsamem Gelände vorgesehen sind.
- Die Fahrzeuge müssen der StVO entsprechen, anmeldefähig und im verkehrs- und betriebssi-cheren Zustand sein.
- Quads oder ATVs sind nicht startberechtigt.
Wichtige Teilnahme-Kriterien sind weiters:
- Fahrer- und Beifahrersitz müssen Gurte aufweisen, denn im Bewerb herrscht Gurtpflicht für alle Teilnehmer!
- Lenkbremsen, abschaltbare Hinterachsen, und Ketten sind nicht zulässig.
- Offene Fahrzeuge müssen einen Überrollbügel haben. Das Umlegen der Windschutzscheibe ist generell nicht erlaubt.
- Falschangaben führen zum Startverbot, Ausschluss oder zur Disqualifikation.

 

4. Nennung und Nenngeld


Die Nennung ist zu unterzeichnen und am Tag der Veranstaltung zusammen mit dem Nenngeld den Veranstaltern auszuhändigen. Mit einem Fahrzeug können auch mehrere Fahrer starten, wobei bei ei-nem Mehrfachstart alle Fahrer eine Nennung abgeben und auch das Nenngeld bezahlen müssen. Der Veranstalter hat das Recht, Nennungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Eine Nennung wird auf jeden Fall abgelehnt, wenn sie nicht form- oder fristgerecht abgegeben, das Nenngeld nicht geleis-tet wird, oder die Teilnahme- oder Zulassungsvoraussetzungen für Fahrer oder Fahrzeug nicht erfüllt sind. Mit der Annahme der Nennung und Bezahlung des Startgeldes kommt ein Vertrag zwischen
Veranstalter und Teilnehmer zustande. Dieser Vertrag verpflichtet Fahrer und Beifahrer, an der Veran-staltung unter den genannten Bedingungen teilzunehmen.

 

5. Dokumentenprüfung und technische Abnahme


Vor, während oder nach dem Wettbewerb können die Dokumente der Teilnehmer und die Fahrzeuge stichprobenartig überprüft werden. Entsprechende Dokumente sind deshalb mitzuführen und vorzule-gen. Die Fahrzeuge müssen während der gesamten Veranstaltung in allen Punkten den technischen Bestimmungen entsprechen und dürfen nicht verändert werden.

 

6. Verhalten vor, während und nach der Veranstaltung


Während der Veranstaltung haben sich die Teilnehmer an die Weisungen der Veranstalter und der Sektionsleiter zu halten. Weitere Vorschriften können bei der Fahrerbesprechung bekannt gegeben werden. Weiters gilt: Teilnehmer und/oder Gäste welche durch ihr Benehmen negativ auffallen, wer-den bei der zweiten Verwarnung aus dem Gelände verwiesen. Dazu zählt unnötiges Lärmen, Gelände-verschmutzung, übermäßiger Alkoholgenuss während der Veranstaltung, usw.
Mögliche Ausschlüsse sind:
- Nichtbeachtung der Anschnallpflicht (Fahrer und Beifahrer)
-Befahren von Geländestrecken und Wegen, die nicht zum Veranstaltungsgelände gehöre
- Nichtbeachtung der vom Besitzer, der Behörden und vom Veranstalter aufgestellten Hinweise oder Verbotsschilder
- Nichtbeachtung der von den Schiedsrichtern, Punkterichtern oder Wertungsrichtern gegebe-nen Anweisungen
- Verschmutzung des Geländes oder der angrenzenden Parkräume, Flächen

 

7. Training, Startaufstellung und Fahrerbesprechung


Ein trainieren der Sektionen ist verboten. Jede Person darf als Fahrer in jeder Sektion nur einmal star-ten. Der Veranstalter legt die Startaufstellung, die Gruppen-Einteilung sowie die Reihenfolge der Sekti-onen fest. Vor Öffnung der Sektionen findet eine Fahrerbesprechung statt. Die Teilnahme ist für die Fahrer Pflicht. Der Veranstalter kann zu jeder Zeit die Schließung einzelner Sektionen festlegen (Gefahr wegen Schlechtwetter, etc.).

 

8. Ende des Wettbewerbs


Der Wettbewerb ist beendet, wenn jeder Teilnehmer die vorgeschriebenen Sektionen absolviert hat, und der/die Gewinner bei der Siegerehrung genannt wurden.

 

9. Abbruch des Wettbewerbs


Bei Abbruch des Wettbewerbs wird nur eine Wertung erstellt, wenn mind. 50% der Sektionen von al-len Teilnehmern befahren wurden. Das Startgeld/Nenngeld wird in keinem Fall zurückerstattet.

 

10. Protest


Bei Unstimmigkeiten bezüglich Reglementauslegung oder technischen Protest eines anderen Fahrzeu-ges, entscheidet der Veranstalter. Die gefällte Entscheidung ist endgültig und es kann kein Protest ein-gelegt werden.

 

11. Haftungsausschluss (GGWC Nennformular zu unterzeichnen)


Jeder Teilnehmer verzichtet hiermit ausdrücklich und unwiderruflich zugleich mit seiner Nennungser-klärung auf die Geltendmachung von allfälligen Schadensersatzansprüchen gegenüber den Veranstal-tern sowie den mit der Durchführung der Veranstaltung beauftragen physischen und/oder juristischen Personen. Der jeweilige Teilnehmer erklärt hiermit ausdrücklich, das Risiko der Teilnahme an der Ver-anstaltung aus Eigenem zu tragen und die Veranstalter sowie alle mit der Durchführung der Veranstal-tung beauftragten physischen und/oder juristischen Personen hinsichtlich allfälliger Schadenersatzan-sprüche Dritter, welche auf Verletzung der nach den allgemeinen Grundsätzen ( § 1295, § 1297 ABGB)
obliegenden Pflichten zur Vorsicht und Aufmerksamkeit zurückzuführen sind, schad- und klaglos zu halten. Der Unterzeichnete erklärt somit ausdrücklich, für allfällige zivil- und strafrechtliche Ansprüche hinsichtlich der von ihm verursachten oder durch die von ihm verwendeten Fahrzeuge entstanden Schäden aus Eigenem aufzukommen unter Verzicht auf jegliche Regressansprüche. Ferner verzichtet der Unterzeichnende ausdrücklich auf eine Anfechtung dieser Erklärung aus welchem Rechtstitel auch immer, insbesondere aus dem Titel des Irrtums. Jeder Teilnehmer erklärt
ausdrücklich, dass für sein Fahrzeug eine ausreichende gesetzliche Haftpflichtversicherung besteht.
Eltern haften für Ihre Kinder. Diese Bestimmungen gelten für Fahrer und Beifahrer und sind deshalb von beiden zu unterzeichnen.

 

12. Sektionsaufbau und Definitionen


- Sektion, Tor, Torstangen: Eine Sektion ist ein Geländeabschnitt, welcher durch ein Ein- und Ausfahrtstor und als seitliche Begrenzung durch die gedachte Linie (oder durch Absperrbänder) begrenzt ist.
- Eine Sektion besteht aus einer beliebigen Anzahl von Toren.
-Ein Tor besteht aus zwei Torstangen.
- Die Mindestbreite der Torstangen beträgt waagrecht gemessen mindestens 2,20m.
- Der Abstand zwischen den Toren beträgt mindestens 4,40m.
- Die Höhe der Torstangen beträgt mind. 1,00m.
- Der Anfang einer Sektion ist mit der Nummer der Sektion gekennzeichnet.
- Das Ende der Sektion ist nicht gekennzeichnet und ist bei Unklarheit beim Wertungsrichter zu erfragen. Die Sektion ist erst dann beendet, wenn das Fahrzeug das letzte Tor mit dem gesam-ten Fahrzeug durchfahren hat.
Befahrung:
Die Sektionen sind vom Anfang bis zum Ende in einem Zug (ohne verlassen der seitlichen Begrenzung bzw. der gedachten Linie) zu durchfahren. Alle Tore müssen vorwärts durchfahren werden. Weitere oder abweichende Vorschriften können auch bei der Fahrerbesprechung bekannt gegeben werden.
Fremde Hilfe:
Jegliche Art von fremder Hilfe ist verboten und wird wie eine Nichtbewältigung bestraft. Dies gilt auch für die Kommunikation von Fahrer oder Beifahrer mit Zusehern oder anderen Teilnehmern.
Eigene Hilfe:
Eigene Hilfe ist nicht erlaubt: Fahrer und Beifahrer müssen angeschnallt sein und dürfen während der Befahrung der Sektion den Sitz nicht verlassen. Wird gegen diese Regel verstoßen wird dies wie eine Nichtbewältigung bewertet.
Start:
Der vorderste Punkt des Fahrzeuges muss beim Start auf der gedachten Linie zwischen den Torstangen des Anfangstores sein. Der Start erfolgt in jedem Fall aus dem Stillstand. Der Start in jeder Sektion be-ginnt mit einem deutlichen Zeichen des Wertungsrichters. Kann das erste Tor (Starttor) nicht auf An-hieb bewältigt werden, hat der Teilnehmer auch hier das Recht für drei weitere Versuche. Bei diesen weiteren drei Versuchen muss der Teilnehmer jedoch nicht an der gedachten Linie zwischen den Tor-stangen starten (kann z.B. von weiter hinten Schwung holen).
Hindernis:
Ein Hindernis ist der Abschnitt zwischen zwei Toren. Das Hindernis gilt als bewältigt wenn das gesamte Fahrzeug die gedachte Linie zwischen den Torstangen passiert hat.
Indikator:
Ein Indikator ist eine Beilagscheibe oder Kugel, welche auf der Torstange aufgelegt wird und bei zu starker Berührung durch das Fahrzeug zu Boden fällt (wird aber mit einer Schnur gegen Verlust gesi-chert).
Zurückrollen, Zurückfahren:
Zurückfahren gilt nur wenn sich die Räder zurückdrehen. Jede Rückwärtsbewegung beim Freischau-keln zählt deshalb als Zurückfahren! Wenn sich das Fahrzeug mit vorwärtsdrehenden Rädern oder mit
stillstehenden Rädern (Bremse) zurück bewegt, zählt dies nicht als Retourfahrt! Pro Tor darf maximal dreimal Retour gefahren werden. das heißt: Der Teilnehmer hat insgesamt 4 Möglichkeiten das Tor/Hindernis zu durchfahren. In ein schon durchfahrenes Tor darf beim Zurückfahren nur mehr bis zu den Vorderrädern eingefahren werden.
Gedachte Linie, Sektion verlassen:
Die gedachte Linie beschreibt die Verbindung zwischen den Toren einer Sektion in Fahrtrichtung. Die Sektion kann mit einem Absperrband begrenzt sein und gilt als seitliche Begrenzung.
Wird eine Torstange mit weniger als mit der halben Fahrzeugbreite überfahren, gilt die Sektion als ver-lassen.
HCF (Handycapfaktor):
Dieser errechnet sich aus Fahrzeugbreite, Fahrzeuglänge und Radstand. Diese Daten werden
vom Teilnehmer bei der Nennung bekannt gegeben bzw. bei der Anmeldung errechnet. Der HCF er-rechnet sich
folgendermaßen:
A = (KFZ-Länge – 283) / 99 + 1
B = (KFZ-Breite – 135) / 99 + 1
C = (Radstand – 150) / 99 + 1
HCF = A x B x C
Je größer das Fahrzeug desto größer auch der HCF. Alle durch den Teilnehmer im Laufe der Veranstal-tung gesammelten Fehlerpunkte werden durch den HCF dividiert und ergeben so, dann das Gesamter-gebnis.
Instandsetzung:
Kann ein Fahrzeug aus technischen Gründen nicht in die Sektion ein- oder ausfahren, steht der
Fahrzeugbesatzung einmalig (nicht pro Sektion) eine 15-minütige Instandsetzungszeit zu. Wird der Fehler in dieser Zeit nicht behoben, gilt die Sektion als verlassen und wird mit fremder Hilfe aus der Sektion entfernt.
Zerstören der Sektion:
Der Wertungsrichter wird beim Graben (= Durchdrehen der Räder ohne Aussicht auf ein Weiterkom-men) einschreiten und auf ein Retour verweisen. Dies dient zur Bewahrung der Strecke für die nächs-ten Teilnehmer. Der Aufforderung ist sofort Folge zuleisten.
Durchfahrtszeit:
Die max. Durchfahrtszeit pro Sektion beträgt 10min. Alle innerhalb dieser Zeit nicht durchfahrenen Tore werden als "nicht bewältigt" gewertet.

 

13. Wertung


Die Bewertung erfolgt nach dem HCF (Handycapfaktor)
Für die Bewertung werden folgende Fehlerpunkte vergeben:
- Durchfahrszeit max. 10 Minuten pro Sektion - andernfalls "Tore nicht bewältigt"
- Stehen bleiben: kein Fehlerpunkt
- Zurückrollen/Zurückfahren: Für jede Rückwärtsbewegung, solange kein Versuch zur Vorwärts-fahrt unternommen wird: 3 Fehlerpunkte
- Abwerfen des Indikators: Eine abgeworfene Beilagscheibe wird mit 8 Fehlerpunkten bewertet
- Um- oder Überfahren der Torstange: Eine Torstange gilt als umgefahren wenn diese mit dem Reifen überfahren wurde und oder am Boden liegt: 16 Fehlerpunkte (Achtung: pro Stange 24 Fehlerpunkte: 16 für die Torstange und 8 für den Indikator)
- Sektion verweigert, fremde Hilfe, eigene Hilfe, Tor nicht bewältigt, Sektion nicht bewältigt, etc.: Alle nicht bewältigen Tore werden wie das Überfahren von 2 Torstangen (=1 Tor) bewertet. Also 2 x 24 Fehlerpunkte
Platzierung: Sieger des Wettbewerbs ist jener Teilnehmer mit den wenigsten Fehlerpunkten Die Definition, die sich aus dem Wortlaut des Reglements er-geben, entscheidet die Leitung des GGWC.
In jeder Situation hat die Sicherheit Vorrang!


zuletzt geändert am 11.07.2017 um 14:14