Matsch &
Schnee – Gaude
Die winterliche GGWC-Eigenveranstaltung
fand am 26. Jänner als Auftakt zum GGWC-Cup 2003 statt. Was als geführte
Geländeausfahrt und freiem Geländefahren mit Sonderprüfungen angekündigt wurde,
musste ob der hohen Teilnehmerzahl von 43 Fahrzeugen, die Orga unter Hubert
Ruff und Adi Barger hatte auf etwa 15 Autos gehofft, in leicht abgeänderter
Form durchgeführt werden. Nach dem Start bei der 3-Mäderl-Imbisstube in
Pachern, wo auch die erste „Sonderprüfung“ – leere Dosen mit einem Ball
umwerfen – abgehalten wurde, ging es erst einmal zu einem Fototermin auf eine
verschneite Wiese. Auf Schleichwegen, teilweise gatschig-weich und mit Schnee
oder Eis überzogen, ging es das Autal aufwärts, wo unter einer Autobahnbrücke
die nächste spezielle Herausforderung lauerte: Zielschießen mit dem
Luftdruckgewehr. Erst noch einen Schluck Zielwasser und los ging es. Die
meisten Punkte erreichte Christian Genssler vor Volker Roschker und exequo
Alois Pferschi und Hermann Vallant. In gemütlicher Fahrt, die verschneite
Landschaft bei herrlichem Sonnenschein genießend, ging es über Vasoldsberg und
Mellach weiter zur Buschenschank Fedl, wo sich die Teilnehmer gleich mit einem
saftigen Fedl-Schweinsbraten zu beschäftigten wussten. Wem die Veranstaltung
bis jetzt zu fad war, der wurde am Nachmittag ausgiebig bedient. Die Fedl´sche
Hügellandschaft unterhalb des Hauses präsentierte sich mit einer Schicht von
15cm schwerem, nassem Schnee, die darunter liegende Erde war weich und mit
Wasser vollgesogen, in den Tälchen zwischen den Erdhaufen stand sogar 10cm hoch
das Wasser. Nachdem schon beim Versuch eine Trialstrecke aufzubauen, die 6x6
Pinzgauer von Hubsi und Norbert, sowie der zur Hilfe geeilte
lappländerbewaffnete G von Michael Trattnig – die Kärntner Schneerallye-Profis
vom OGCW waren mit insgesamt neun Autos angereist – schwer zu kämpfen hatten,
wurde klar, dass schon allein die Befahrung des Geländes Herausforderung genug
war. Schneeketten und Bergegurte waren dann auch gefragtes Zubehör. Einzige
„Torstangen“ waren zwei Flaschen Weißwein, inmitten des Hügelwirrwarrs
aufgestellt. Andreas Wolf auf Toyota HDJ80, Bertram Pansy auf Suzuki Samurai
und Gunther Hohensinner mit Beifahrer Herbert Pöltl konnten diese mit ihren
Autos „abholen“. Überraschend stark schlugen sich die zahlreich teilnehmenden
Haflinger auf den Steilauffahrten. Die Fliegengewichte konnten so manche
glitschige Steilauffahrt als einzige bezwingen, während in einem langen G mit
Winterreifen und ohne Ketten sogar die Asse kaum Chancen hatten. Aus diesem
Grund zog es so mancher auch vor, sein Auto erst gar nicht schmutzig zu machen,
sondern die Nachmittagssonne genießend, vom Parkplatz aus das Treiben zu
beobachten und zu kommentieren.
Den krönenden
Abschluss bildeten zwei Fantasia-Läufe, bei dem es zu spannenden Zweikämpfen um
den ersten und dritten Platz kam. Während im ersten Lauf noch der
grün-orange-weiße Frikus-Eiltransport die Nase vorne hatte, wurde er im zweiten
Lauf von der „Wohnmobilbasis für eilige Weltreisende“ mit extralangem Radstand
und 5l-V8 von Mario Jölly, der im 1. Lauf noch Zweiter war, auf den zweiten
Platz verwiesen. Einmal den dritten und einmal den vierten Platz erreichten
jeweils Markus Dirnhofer mit seinem citrusfrischen G und Robert Schandl,
ebenfalls Mercedes G, vom OGCW. Den fünften Rang erreichten jeweils einmal
Michael Trattnig auf Puch GD 300 und Edwin Meierhofer auf Toyota HJ 61.
(Walter Sprosec)
GGWC-Info 2003/01